die länger als 3 Monate andauern, werden als „chronisch“ bezeichnet. Ein chronischer Verlauf entsteht, wenn Schmerzen ihre eigentliche Funktion als Alarmsignal verloren und sich verselbständigt haben: Durch die permanenten Schmerzsignale der Nervenzellen hat sich ein Schmerzgedächtnis ausgebildet. Besonders häufig sind chronische Schmerzen des Bewegungsapparats (z.B.
Rückenschmerzen) und Nervenschmerzen (z.B. bei Trigeminusneuralgie, Dauerschmerzen nach einer Herpes-Zoster-Infektion). Starke, häufig in ihrer Lokalisation wechselnde Schmerzen, für die sich keine klare körperliche Ursache ermitteln lässt, können somatoforme Schmerzsyndrome sein; extrem belastend können auch Dauerschmerzen infolge einer Krebserkrankung sein. All diese Schmerzsyndrome verlangen nach einer konsequenten Schmerztherapie mit Medikamenten und anderen Verfahren wie Elektrostimulation, Implantationen von Kathetern/Pumpsystemen und gegebenenfalls operativen Maßnahmen. Eine
Nuklearmedizinische Therapie (
Nuklearmedizin) mit radioaktiven Stoffen kommt bei Krebspatienten mit Knochenschmerzen in Betracht: In vielen Fällen lassen sich die Schmerzen auf diese Weise deutlich reduzieren.