Myasthenie (Myasthenia gravis)
Symptome & Erkrankungen

ist eine heutzutage gut behandelbare Autoimmunerkrankung, bei der sich Antikörper gegen bestimmte Rezeptoren der Muskelzellen richten. Dadurch kommt es zu einer Störung bei der Übertragung von Nervensignalen auf Muskelzellen. Als Folge entwickelt sich eine Schwäche der Muskulatur, die sich im Anfangsstadium vor allem bei Belastung bemerkbar macht. Meist sind zunächst die kleinen Muskeln betroffen wie die der Augenlider oder der äußeren Augenmuskeln. Typische Symptome sind deshalb z.B. oft schwere, hängende Augenlider und/ oder eine Augenmuskellähmung mit Sehen von Doppelbildern; mitunter ist auch die Mimik verändert. In einigen Fällen bleibt die Erkrankung auf die Augen beschränkt, häufiger breitet sich die Schwächung allmählich auf andere Muskeln (z.B. Kau-, Rachen-, Kehlkopfmuskulatur) aus. Wird die Atemmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen, droht eine Atemlähmung. Dagegen bleibt das Muskelgewebe ohne motorische Endplatten (z.B. Herzmuskel, glatte Muskulatur) von der Schwäche verschont. Die Ursache ist unklar, möglicherweise spielt jedoch der Thymus eine Rolle, der bei Myasthenikern oft vergrößert ist: Bei ca. 70 Prozent der Betroffenen kommt es zu einer Besserung der Beschwerden, wenn die Tyhmusdrüse operativ entfernt wird. Darüber hinaus helfen Medikamente, die die Reizübertragung an den Synapsen verbessern und die Aktivitäten des Immunsystems mildern.